Angeboten

Research Associate / Postdoc

Bewerbungsfrist: 1. Mai 2017

Stellenausschreibung der LMU München


Job @ METROMOD, Relocating Modernism: Global Metropolises, Modern Art and Exile, an ERC funded project at the Institute for Art History of the LMU Munich

Entgeltgruppe: 13 TV-L, Vollzeit
Befristung: 3 Jahre mit der Option auf Verlängerung bis zu 20 Monate (bis 5/2022)

Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ist eine der renommiertesten und größten Universitäten Deutschlands.

Stellenbeschreibung
Im Rahmen des vom European Research Council (ERC) geförderten Projektes “METROMOD: Relocating Modernism: Global Metropolises, Modern Art and Exile” unter der Leitung von Prof. Dr. Burcu Dogramaci (Institut für Kunstgeschichte der LMU München) ist die Stelle eines Research Associate/Postdoc (Wissenschaftlicher Mitarbeiter/in) zu besetzen. Bewerbungen aus den Disziplinen Kunstgeschichte, Architekturgeschichte, Urban Studies oder verwandter Forschungsfelder sind willkommen. Die Postdoc-Stelle ist zunächst auf drei Jahre befristet und soll zum September 2017 oder nächst möglichen Zeitpunkt besetzt werden. Bei positiver Evaluierung besteht die Möglichkeit der Verlängerung bis zu 20 Monate (bis Mai 2022).

Das Projekt
Das ERC-Projekt „METROMOD: Relocating Modernism. Global Metropolises, Modern Art and Exile“ untersucht Kunstgeschichte als globale Verflechtungsgeschichte, die von künstlerischer Migration geprägt ist. METROMOD wird das noch immer festgeschriebene Narrativ einer westlichen Moderne revidieren und seinen Akzent auf künstlerisches Exil, Migration und Fluchtbewegungen setzen. Das Vorhaben eröffnet neue Perspektiven auf die Kunstgeschichte der Moderne, für die Multilokalität und Pluralisierung, Transfers und Prozesse bestimmend ist. Damit werden Grundbedingungen für eine neue transnationale Historiografie entwickelt, die auf der Verschränkung von Moderne, Migration und Metropolen aufbaut. METROMOD konzentriert sich auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts und perspektiviert sechs Metropolen: Buenos Aires, New York, London, Istanbul, Mumbai (ehemals Bombay) und Shanghai waren Ankunfts- und Produktionsorte für europäische Künstlerinnen und Künstler auf der Flucht. Diese Städte stehen als Knotenpunkte einer sich globalisierenden Moderne im Blickpunkt. Zahlreiche Kunstschaffende verließen ihre europäischen Herkunftsländer in Reaktion auf Systemwechsel, Diktaturen und Krieg und versuchten ihre Arbeit in den weltweiten Zielorten ihrer Flucht fortzuführen. Unter Berücksichtigung der geografischen Ausbreitung dieser Fluchtbewegungen und der Bedeutung der Metropolen für eine sich globalisierende Kunstproduktion wird METROMOD 1. Veränderungen urbaner Topografien durch künstlerische Migration, künstlerische Kontaktzonen und Institutionen transkultureller Kunstproduktion untersuchen, 2. künstlerische Netzwerke zwischen Exilanten und lokalen Künstler/innen, kollaborative Projekte und Ausstellungen in den Blick nehmen, 3. Medien und Debatten in den Zentren künstlerischen Exils analysieren. Ein Digital mapping wird die sechs Metropolen als zentrale Orte künstlerischer Produktion der Moderne im Zeichen von Flucht und Exil visualisieren.

Anforderungen
Sie haben eine abgeschlossene Promotion in Kunstgeschichte, Architekturgeschichte, Urban Studies oder einem verwandten Fach. Ihren Schwerpunkt haben sie in der Geschichte der modernen Kunst, Fotografie, Architektur oder Stadt. Sie haben ein ausgeprägtes Interesse an Exil- und Migrationsgeschichte, und sie beherrschen Sprachkenntnisse in Spanisch oder Mandarin. Fließende Beherrschung der englischen Sprache und Grundkenntnisse der deutschen Sprache werden vorausgesetzt. Von Ihnen wird erwartet, dass sie ein Arbeitsvorhaben innerhalb der Themen und Forschungsthesen von METROMOD entwickeln, das sich mit der künstlerischen Exilcommunity (1900-1950), Kunstinstitutionen, Werken und urbanen Topografien von Buenos Aires oder Shanghai beschäftigt. Forschungserfahrungen in Argentinien oder China sind erwünscht.

Als erfolgreiche/r Bewerber/in werden Sie Teil eines ambitionierten Forschungsteams an der LMU München. Sie werden die Ergebnisse Ihrer Forschungen innerhalb des Projekts publizieren, die Aktivitäten des Projekts organisatorisch unterstützen (z.B. Projekttreffen, Workshops, Konferenzen) und in die Administration des Vorhabens eingebunden sein. Erfahrungen in Projektadministration und –koordination sind deshalb ebenso wünschenswert wie ein ausgeprägtes Interesse an Archivarbeit und eine Aufgeschlossenheit für die neuen Methoden der Digital Humanities.

Arbeits- und Reisemittel werden gestellt. Schwerbehinderte Bewerber / Bewerberinnen werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt. Die Bewerbung von Frauen wird begrüßt. Es handelt sich um eine Vollzeitstelle, es besteht aber grundsätzlich die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung.

Bewerbungen
Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen in einem PDF-document an burcu.dogramaci@lmu.de (bitte geben Sie METROMOD im Betr. Ihrer Email an):
1. Kurzes Anschreiben (max. 300 Wörter)
2. Kurzes CV (2 Seiten), plus Publikationsliste
3. Eine Beschreibung Ihres Forschungsvorhabens in Bezug zum Projekt METROMOD (max 1000 Wörter, exkl. Bibliografie)
4. Eine Textprobe (z.B. ein Kapitel Ihres letzten Buches oder ein Artikel aus einer Zeitschrift/Sammelband). Diese sollte Ihr gegenwärtiges Forschungsinteresse reflektieren, muss aber nicht bereits für die Publikation akzeptiert sein; Länge: max. 5000 Wörter
5. Namen und Kontakte von zwei Referenzen.

Bewerbungen bitte bis zum 1. Mai 2017 einsenden, Einladungen zu Bewerbungsgesprächen erfolgen im Mai/Juni.

Kontaktperson:
Prof. Dr. Burcu Dogramaci
METROMOD, Relocating Modernism: Global Metropolises, Modern Art and Exile (ERC)
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Kunstgeschichte
Zentnerstraße 31
80798 München
E-Mail: burcu.dogramaci@lmu.de


Weitere Informationen auf www.uni-muenchen.de