Call for papers

Das Buch als Medium – Mittelalterliche Handschriften und ihre Funktionen

Einreichfrist: 01. März 2017

Interdisziplinäre Graduiertentagung der Universität Wien, 01. – 02.09.2017


Die Handschrift als Objekt stellt eine Schnittstelle unterschiedlicher Forschungsbereiche dar. Sie regt zu einem interdisziplinären Austausch an, in dem die spezifischen Zugänge und Fragestellungen der einzelnen Fachgebiete miteinander in Verbindung gebracht werden. Wir laden daher alle Nachwuchswissenschaftler/innen, die über mittelalterliche, euromediterrane Handschriften des 12. bis 15. Jahrhunderts forschen, dazu ein, an unserer Tagung „Das Buch als Medium – Mittelalterliche Handschriften und ihre Funktionen“ teilzunehmen.

Betrachtet man eine mittelalterliche Handschrift, zeigt sich eine komplexe Struktur, die sich aus zahlreichen materiellen Bestandteilen zusammensetzt, wie beispielsweise dem Einband oder dem Schreibmaterial. Zugleich fungiert sie als Medium geistiger Schöpfungen und dient dem Wissenstransfer. Der Blick unterschiedlicher disziplinärer Standpunkte hebt zumeist die fachlich spezifischen Merkmale wie Buchmalerei oder den Text hervor. Dabei wird deutlich, dass ein Buch weit mehr kann, als nur Wissen zu speichern. Aus der Kombination von Inhalt, Schrift, Layout, dem Einband und häufig auch Buchmalerei wurden unzählige individuelle Stücke produziert, die wiederum in verschiedenen Interessensbereichen wie Recht, Theologie, Liturgie, Naturwissenschaft, Philosophie, Literatur, Musik und Medizin, in unterschiedlichen institutionellen Kontexten (Universitäten, Klöster etc.) oder im privaten Gebrauch verortet werden. Darüber hinaus können Bücher auch weiterreichende Aufgaben, wie unter anderem repräsentative, symbolische oder performative Funktionen tragen. Häufig liefern sie Hinweise auf ihre Auftraggeber, die Entstehung von Bibliotheken, den Wissenstransfer im Mittelalter, den Handel mit Handschriften oder die Buchproduktion selbst.

Die DoktorandInnentagung an der Universität Wien richtet sich ausdrücklich an Nachwuchswissenschaftler/innen, die einem internationalen und interdisziplinären Publikum einen Einblick in ihre Forschungsarbeit über Funktionen euromediterraner Handschriften des 12. bis 15. Jahrhunderts geben wollen. Eingeladen sind alle DoktorandInnen kultur- und geisteswissenschaftlicher Fachrichtungen, die einen Beitrag zum Tagungsschwerpunkt leisten können. Gleichzeitig steht die internationale Vernetzung von jungen WissenschaftlerInnen im Mittelpunkt.

Beispiele möglicher Sektionen der Tagung:

  • Das Buch und seine Auftraggeber
  • Das Buch als Repräsentationsobjekt
  • Das Buch im juristischen Kontext
  • Das Buch aus kodikologischer Perspektive
  • Bild und Text
  • Das Buch als performatives Objekt
  • Das Buch und seine identifikationsstiftende Funktion
  • Das Buch im liturgischen Gebrauch
  • Buch und Wissensübermittlung bzw. -vermittlung
  • Buch und Musik

Call for Papers

Abstracts (max. 500 Wörter) für Vorträge sowie einen
kurzen CV (max. 150 Wörter) senden Sie bitte bis zum 01.03.2017 an:
tagung.buchfunktion.kunstgeschichte@univie.ac.at

Eine Benachrichtigung der angenommenen Themenvorschläge erfolgt bis zum 01.04.2017. Die Dauer der Vorträge ist auf 20 Minuten beschränkt. Im Anschluss an je drei Vorträge folgen jeweils 30 Minuten Diskussion, die ausgehend von den Vorträgen einen Austausch über Standpunkte, aktuelle Fragen und Zukunftsperspektiven des Feldes ermöglichen sollen.

Anfahrt/Unterbringung:
1. Die Tagung findet vom 01. bis 02. September 2017 am Institut für Kunstgeschichte an der Universität Wien statt.

Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien
Universitätscampus Hof 9
Spitalgasse 2
A-1090 Wien

2. Die Anreise und Unterbringung während der Tagung müssen selbstständig organisiert werden. Die Kosten können nicht zur Gänze übernommen werden, doch bemühen wir uns, Unterstützung in Form eines Kostenzuschusses zu gewähren.

3. Für Freitag, den 01. September 2017, ist ein gemeinsamer Besuch der Bibliothek des Augustiner-Chorherrenstiftes Klosterneuburg geplant, an dem Vortragende und andere TagungsbesucherInnen teilnehmen können. Nähere Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf erhalten Sie zeitnah.

Ansprechpartnerinnen:
Mag. Christina Weiler
Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien
christina.weiler@univie.ac.at
Tel.: + 43 1 4277 41466

Kristina Kogler, BA MA
Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien
kristina.kogler@univie.ac.at

Mag. Sophie Zimmermann, BA
Institut für Germanistik, Universität Wien
sophie.zimmermann@univie.ac.at
Tel.: +43 1 4277 42140

Zusendungen (Abstract, CV) bitte an:
tagung.buchfunktion.kunstgeschichte@univie.ac.at

aktualisierte Informationen unter:
http://kunstgeschichte.univie.ac.at/einzelansicht/news/das-buch-als-medium-mittelalterliche-handschriften-und-ihre-funktionen/